Nach den deutlichen Verlusten am Montag konnten sich die Weizenpreise an den Börsen in Paris und Chicago gestern wieder befestigen. Der Frontmonat Dezember schloss an der Euronext/Matif mit einem Tagesgewinn von 1,25 Euro/t bei 225,50 Euro/t. Insbesondere im späteren Handel konnten die Kontrakte zulegen. Die EU-Ausfuhren von Weichweizen haben aktuell ein Volumen von 11,6 Mio. Tonnen erreicht und liegen damit weiterhin deutlich unter dem Vorjahreswert von 14,3 Mio. Tonnen. Die EU-Kommission weist aber darauf hin, dass es wegen technischer Probleme derzeit keine Exportdaten aus Bulgarien gibt. Auch Aus Italien fehlen teilweise Zahlen, so dass die Werte aktuell mit Vorsicht zu genießen sind. Rumänien führt die Exportliste weiterhin vor Frankreich an. Deutschland hat mit 1,1 Mio. Tonnen den vierten Platz in der Exortrangliste inne. Die schleppende Winterweizenaussaat vor allem in Frankreich ist weiterhin ein Thema im Handel, Angst vor Versorgungsengpässen besteht aber weiterhin nicht. Begrenzend auf die Kursentwicklung in Europa wirkt der weiter anziehende Eurokurs gegenüber dem US-Dollar. Der Referenzkurs wurde gestern von der EZB bei 1,0912 US-Dollar festgesetzt. Jenseits des Atlantiks bewerteten die Händler vor allem die Zahlen aus dem am Montag nachbörslich veröffentlichten Crop-Report. Die Winterweizenaussaat ist so gut wieder abgeschlossen, die Bestände werden positiver bewertet als im letzten Jahr und 87 Prozent der bestellten Flächen sind bereits aufgegangen, was zwei Prozentpunkte mehr sind als im Mittel der letzten fünf Jahre. Die CBoT-Kurse konnten gestern aber vor allem wegen technischen Käufen aufgrund der Talfahrt der letzten Tage zulegen. Investoren nutzen die Gelegenheit zum Wiedereinstieg, gleichzeitig wurden wegen des morgigen Feiertages in den USA auch erste Positionierungen glattgestellt. Am Freitag wird die Börse wieder mit einem verkürzten Handel eröffnen. Vorbörslich zeigen sich heute Morgen festere Kurse an der CBoT.

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